Hooligan-Probleme in Polen ziehen Image als Gastgeberland in den Schmutz
10. Dezember 2009 | Kategorie: News | 1 Kommentar
Obwohl Polen bis zur EM 2012 sein Image als Gastgeberland nachhaltig aufbessern will, tauchen immer neue Skandale auf. Polnische radikale Hooligans hetzen seit Jahren in Stadien ganz öffentlich gegen Homosexuelle, Juden und Ausländer. Doch dabei bleibt es neuerdings offenbar nicht.
Nun sind auch vier Sportjournalisten, die sich kritisch über die Hooligan-Szene äußerten, ins Fadenkreuz der Radikalen geraten. Auf einer Fan-Page wurden Bilder der betreffenden Journalisten hochgeladen, “Ihre gute Arbeit möchten wir mit der Veröffentlichung ihrer Gesichter honorieren. So kann jeder, der sie auf der Strasse trifft, ihnen persönlich danken.”, heißt es im Kommentar.
Laut der Basler Zeitung verschließen sowohl Funktionäre von Clubs, als auch der polnische Fußballverband PZPN (der auch noch mit der jüngst aufgedeckten Korruptionsskandal zu kämpfen hat) weiterhin die Augen und verteilen Freifahrscheine.
Der polnische Staat sollte die Situation besser schnell in den Griff bekommen, denn im Hinblick auf die EM dürfte auch die strenge UEFA-Kommission nicht besonders erfreut über diese Entwicklung sein. Radikale Fan-Verbände, die neben ethnischen Gruppen nun auch noch Medienvertreter öffentlich ins Visier nehmen, könnten einen erfolgreichen Verlauf des Endrunden-Turniers dunkel überschatten.
sehr interessanter Artikel! ich hoffe es wird zur em dann nicht wirklich so große Probleme geben.
von em news (1 comments)April 12th, 2011 um 13:22