Krakau nun doch als EM-Ersatzspielort für Breslau?
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Der Stadionbau in Breslau geriet erst kürzlich ins Stocken, der Zeitplan dürfte nur noch schwer einzuhalten sein. Dennoch hält UEFA Präsident Michel Platini an den bestätigten Spielorten fest. “Die verspätete Fertigstellung ist kein Problem, wir planen keine Verlegung von Spielen”, meinte Platini in einem Interview mit der polnischen Sportzeitung “Przeglad Sportowy”.
Betrachtet man allerdings die aktuelle Situation, schleichen sich doch Zweifel ein. Um das Stadion-Projekt doch noch fristgerecht zu realisieren, muss die Baustelle erst einmal von der gekündigten Firma Mostostal geräumt werden. Dies wiederum erweist sich als nicht einfach, da das polnisch-griechische Unternehmen keinerlei Schuld an den Verspätungen verantworten will.
Ein sich anbahnender, langwieriger Rechtsstreit würde das Projekt um lange Zeit zurückwerfen und die Stadt Breslau wahrscheinlich auch die EM kosten. Die wachsame UEFA dürfte diese Entwicklung mit großer Sorge beobachten.
Platini räumte auch ein, dass die Vergabe der EM 2012 an Polen und die Ukraine ein riskantes Projekt gewesen sei. “Die beiden Länder haben keine Erfahrung mit der Organisation einer solch großen Veranstaltung. So gesehen war es für uns ein großes Abenteuer”, sagte Platini zu.
Darf sich nun stattdessen Krakau auf die EM freuen?