Lwiw und Kiew im Verzug – Probleme der EM-Vorbereitung in der Ukraine reißen nicht ab
24. März 2010 | Kategorie: News
Ein harter Winter mit durchschnittlichen 15 Grad unter Null, extrem viel Schnee und einem politischen Regierungswechsel hat der Ukraine die Umsetzung der Projekte für die Fußball EM 2012 im eigenen Land nicht gerade erleichtert. Der neue pro-russische Präsident Viktor Janukowitsch soll es nun richten. Hilfe bekommt dieser dabei wohl von Multimilliardär und Schachtjor Donezk-Besitzer Rinat Achmetow, der die EM unbedingt in der Ukraine austragen lassen will.
Zu tun gibt es noch genug, die Stadt Lwiw (Lemberg) steht sowohl mit dem Stadion, als auch mit dem Ausbau des Flughafens bereits zwei Monate im Verzug. Ausschlaggebend waren offenbar fehlende finanzielle Mittel in Höhe von 6 Millionen Euro, die aus dem Staatshaushalt kommen sollten, allerdings von der Regierung zurückgehalten wurden. Der von UEFA-Präsident Michel Platini geplante Besuch nach Ostern wird über den Status von Lwiw entscheiden. Sollte keine gravierende Besserung in Sicht sein droht der Stadt das EM-Aus.
Doch auch das Kiewer Stadions bereitet noch immer Sorgen. Um den Bau, der Ende 2010 abgeschlossen sein soll, überhaupt fortsetzen zu können, müssen laut Kiewer Stadtverwaltung mindestens 15 Tage lang Temperaturen von 15 Grad geherrscht haben.
Ob die neue Regierung und mildere Temperaturen die Situation entscheidend verbessert, bleibt abzuwarten.