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Platini droht Ukraine mit Verlegung der Austragungsorte

13. April 2010  |  Kategorie: News


“Da ist man keinen Millimeter weiter”

Nach seinem Besuch der Ukraine am letzten Mittwoch setzte UEFA-Präsident Michel Platini den Verantwortlichen eine Frist von zwei Monaten (bis Mitte Juni), um deutliche Fortschritte bei den EM-Vorbereitungen zu zeigen. Gleichzeitig betonte er aber, dass dies keineswegs ein Ultimatum sei, er habe vollstes Vertrauen in die organisatorischen Fähigkeiten von Präsident Viktor Janukowitsch. Sollte die Ukraine diese Frist nicht einhalten können, droht die Verlegung von bis zu zwei Austragungsorten und damit eherbliche finanzielle Einbußen.

Fortschritte in gesamter Infrastruktur notwendig

Platini betonte, die geforderten Fortschritte müssten in der gesamten Infrastruktur zu sehen sein, nicht nur bei den EM Stadien. Zwar stehen die Arenen in Donezk und Charkow, doch ist beispielsweise der Mega-Flughafen in Donezk mit 5 Monaten im Verzug. In der Hauptstadt Kiew hingegen, wo das Finale ausgetragen werden soll, liegen die Probleme ausgerechnet in der Fertigstellung des Stadions und der Unterkunftsituation.
Durch die Wirtschaftskrise, politische Querelen und den langen Winter liegt der Großteil der Baustellen seit mehr als 2 Monaten brach. Die Staatskassen sind zudem leer, was die Planung weiter erschwert. Abhilfe soll nun eine eigens für die EM eingerichtete Lotterie schaffen.

Verlust der EM gleicht Blamage

Abgesehen von den finanziellen Verlusten, die mit dem Verlust der EM einhergehen, fürchtet die Ukraine besonders international ihr Gesicht zu verlieren. Noch nie musste eine EM zurückgegeben werden. “Die EM 2012 ist das wichtigste Projekt der Ukraine seit ihrer Unabhängigkeit vor 19 Jahre”, sagte Alexander Jaroslawski, Besitzer des Fußball-Vereins Metallist Charkow. “Wenn wir das nicht hinbekommen, blamieren wir uns in aller Öffentlichkeit.”


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