Uefa-Präsident, Michel Platini droht Polen und der Ukraine mit Entzug der EM
1. März 2009 | Kategorie: News
- 10.03.2009
Vom 28. Juni 2008

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BAUVERZÖGERUNGEN
Uefa-Präsident, Michael Platini ist mit seiner Geduld am Ende. Er hat erstmals die Gastgeberrolle Polens und der Ukraine bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 bezweifelt. Beide Länder haben Probleme, für die nötige Infrastruktur zu sorgen.
“Wenn in Warschau und Kiew keine Stadien vorhanden sind, findet die EM dort nicht statt”, sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union am Samstag auf einer Pressekonferenz in Wien. Im Juli wird der französische Europameister von 1984 die beiden Länder besuchen und sich selber einen Eindruck vom Zustand der Vorbereitungen verschaffen. Anfang September soll dann eine endgültige Entschluss fallen. Es soll bei der Sitzung des Exekutivkomitees in Bordeaux auch über eine mögliche Aufstockung auf 20 oder 24 EM-Teilnehmer entschieden werden.
Mitte Januar hatte Michel Platini die Leitung kritisiert, weil es im Bau und der Renovierung der Stadien zu Verzögerrungen gekommen war. Eine Zusammenarbeit mit der Archasia Design Group aus Taiwan ist aufgrund juristischer Probleme beendet worden, sagte der stellvertretende Sportminister Rostyslaw Karandejew. Es sollte möglichst schnell ein Ersatzkandidat gefunden werden, der dann der Uefa vorgeschlagen wird, ergänzte der Politiker. Platini will sich am 1. und 2. Juli vor Ort ein Bild vom Stand der Vorbereitungen machen. Er wies die Spekulationen über angeblich bereits geführte Gespräche mit eventuellen Ersatzkandidaten zrück. “Michael Platini betonte, es gibt keinen Plan B. Gerüchte werden nur von Journalisten publiziert”.
Der Co-Gastgeber Polen, verstärkt seine Vorbereitungen auf die EM-2012. In dieser Woche hat die polnische Regierung ein mehrjähriges Programm für die EM 2012 beschlossen. Das Pressebüro der Regierung in Warschau teilte mit, dass von 2008 bis 2012 die Gesamtkosten des Programms rund 3,5 Milliarden Zloty (rund eine Milliarde Euro) betragen. Ungefähr die Hälfte der Summe von 1,8 Milliarden Zloty, sollte aus dem Staatshaushalt kommen. Die Warschauer Regierung will die Finanzierung des Nationalstadions übernehmen.
Die polnische Bevölkerung betrachtet die EM-Gastgeberrolle ihres Landes mit großem Misstrauen. Mehr als drei Viertel waren bei einer Umfrage der Überzeugung, dass Polen nicht in der Lage sei, die EM-Endrunde in vier Jahren auszurichten. 77 Prozent der Bevölkerung glauben nicht daran, dass alles rechtzeitig fertig wird. Und 73 Prozent vermuten, dass die Anforderungen für Polen zu hoch seien.