Fortschritte in der Ukraine – UEFA Präsident Platini lobt Vorbereitungen für EM 2012
14. Oktober 2009 | Kategorie: News
UEFA Präsident Michel Platini äußerte sich lobend bezüglich der Fortschritte in der Ukraine für die EURO 2012. Die UEFA-Alarmstufe habe sich von Rot auf die Farbe Orange verbessert. “Unser oberstes Ziel ist es, von Orange auf Grün zu gehen. Wir haben dieses Ziel nicht erreicht, aber wir gehen auf dem richtigen Weg.”, so Platini
Die Ukraine, die in der Weltwirtschaftskrise stark gelitten hat, wurde besonders für die Projekte hinsichtlich der Bauten von Unterkünften und Hotels für die Nationalteams, Offizielle und Fans gelobt.
Dies ist ein gutes Zeichen, denn die UEFA setzte für Kiew eine Frist zum 30. November, um nach dem Zeitplan vereinbarte Anforderungen zu erfüllen . Bis dahin sollen auch in den übrigen Städten Lemberg, Donezk und Charkow ähnliche Fortschritte zu sehen sein.
Laut einem Interview zwischen der italienischen Zeitschrift La Gazzetta dello Sport und Platini bestehe aber kein Zweifel mehr daran, dass das Turnier endgültig auch nun in der Ukraine ausgetragen werden wird. Die Länderfrage scheint also geklärt, alternative Szenarien wie zum Beispiel ein kompletter Austausch der Ukraine mit Deutschland oder Italien als Ersatz-Gastgeber seien ausgeschlossen.
Offen bleibt allerdings die Frage, ob auch alle ukrainischen Spielstädte die UEFA- Anforderungskriterien fristgerecht erfüllen können, um eine Auslagerung einzelner Orte in andere Länder zu verhindern. Wer auf der endgültigen Liste der Gastgeberstädte wird stehen wird, entscheidet das UEFA Komitee bei der nächsten Zusammenkunft vom 9. bis 11. Dezember auf der portugiesischen Insel Madeira.
Hintergründe
Im April 2007 vergab die UEFA die Rechte der Europameisterschaft 2012 an Polen und die Ukraine. Die Sicherheitsoption, das Turnier in Italien auszutragen, wurde endgültig ausgeschlossen. Wenig später drohte die UEFA der Ukraine allerdingsmit einem Entzug der Rechte, da die Fortschritte beim Aufbau der Infrastruktur bereits weit hinter dem Zeitplan zurücklagen.
Als Gründe für die Verzögerungen waren die Abhängigkeit von Krediten des Internationalen Währungsfonds und politische Streitigkeiten zwischen rivalisierenden Fraktionen innerhalb der Regierung angegeben worden.