Radomir Antic bleibt serbischer Coach – Miron Markewitsch tritt als Nationaltrainer der Ukraine zurück
23. August 2010 | Kategorie: News
Vor der EM-Qualifikation geht es in manchen Verbänden in Sachen Personal noch einmal heiß her. Der serbische Nationaltrainer bleibt vorerst weiter im Amt – wenn auch mit drastischen Gehaltskürzungen. “Nach langen Beratungen und reiflicher Überlegung haben wir uns dazu entschieden, Antic trotz einer belasteten Arbeitsatmosphäre, ausgelöst durch einen Streit zwischen Trainer und Verband, bis zur EM 2012 auf seinem Posten zu belassen”, sagte der Präsident des serbischen Verbandes FSS, Tomislav Karadzic.
Trotzdem wurden mit anderen möglichen Kandidaten im Vorfeld Gespräche geführt. Auch Bundesliga-Trainer Peter Neururer hatte unlängst sein Interesse an dem Job bekundet.
Das unerwartete Vorrunden-Aus bei der WM in Südafrika zwang den serbischen Verband sicher erwartete Einnahmen von rund 7,8 Millionen Euro zu kompensieren, was offenbar zu Sparmaßnahmen in allen Bereichen nötigte. Die Gehaltskürzung, sein dringend benötigtes Insiderwissen und die Erfahrung mit der Mannschaft ließen den Verband dann letztlich zu seinen Gunsten entscheiden.
Allerdings erwartet den Coach nun noch eine disziplinarische Maßnahme seitens der FIFA. Diese ist die Konsequenz aus seiner (zu) scharfen Schiedsrichter-Kritik nach dem letzten WM-Gruppenspiel, in dem Serbien gegen Australien verlor. Radomir Antic wird für die ersten vier Qualifikationsspiele gesperrt sein und sein Team von den Zuschauerrängen verfolgen müssen.
Der Trainer der ukrainischen Nationalmannschaft, Miron Markewitsch, trat hingegen nach 6 Monaten Amtszeit abrupt von seinem Amt zurück, da die Fußballclubs Karpaty Lemberg und Metallist Charkow wegen angeblicher Spielabsprache mit Punktabzug und weiteren Strafen zu rechnen haben. Markewitsch, der neben dem Nationalteam auch den beteiligten ukrainischen Erstligisten Metallist Charkow als Trainer betreut, teilte seinen Rücktritt auf der Vereins-Webseite mit und will so gegen die seiner Meinung nach ungerechtfertigten Sanktionen protestieren.
Es scheint nun, als würden neben den wirtschaftlichen Problemen nun auch wieder mal der nationale Fußball ein Sorgenkind werden.
Quellen: zeit.de, transfermarkt.de