Ukraine zieht Fanunterkünfte in Kasernen und auf Booten in Erwägung
8. September 2009 | Kategorie: News
Die ukrainische Regierung erwägt, Fans in ungenutzten Kasernen unterzubringen, da es bislang viel zu wenig Hotelkapazitäten gebe und es unwahrscheinlich sei, dass bis zur EURO 2012 ausreichend Hotels gebaut werden können, berichtete die Nachrichtenagentur Itar-Tass. Offizielle aus dem ukrainischen Organisationskomitee führten diesen Gedanken während eines Meetings in Donezk fort.
Die Ukraine wird vier Spielstätten zur Verfügung stellen, ist jedoch mit dem Zeitplan aufgrund innenpolitischer und bürokratischer Querelen weit zurück, zudem gibt es immer wieder Schwierigkeiten mit der Finanzierung. Besonders kurzfristiger Bedarf könne mit ungenutzten Kasernen gedeckt werden, sagten die Offiziellen.
Die Fanunterkunft in Kasernen ist der jüngste in einer Reihe von Vorschlägen, die Offizielle in den Raum warfen, um mit den Probleme im Hinblick auf die Vorbereitungen fertig zu werden. Ein anderer Vorschlag war, zum Teil seit Jahrzenten nicht mehr verwendete Kreuzfahrtschiffe aus der Sowjet-Zeit zu renovieren und an den Piers in Kiew, Donezk und Dnepropetrovsk festzumachen. Dort könnten dann Restaurants und Schlafkabinen angeboten werden.
Man darf gespannt sein, ob diese Pläne zum einen ausgeführt werden und zum anderen, ob diese dann den hohen Ansprüchen der UEFA genügen. Sofern für Sicherheit und Hygiene gesorgt ist, dürfte es für die jungen Fans kaum ein Problem sein. Je einfacher die Unterkunft, desto mehr Zeit kann in “interkulturelle Kommunikation” (Arm in Arm fremde Fangesänge lauthals von sich geben z.B. ;-) ) gesteckt werden. Wer die WM 2006 in Deutschland auch auf der Straße miterlebt hat, weiß, wie großartig solch ein Event werden kann.