Ukraine kürzt Mittel für EURO 2012 – Jürgen Klopp sondiert mit dem BVB in Lemberg
8. September 2010 | Kategorie: News
Die ukrainische Regierung hat angekündigt die Mittel für die Europameisterschaft im eigenen Land um 1,5 Milliarden Euro auf 5,4 Milliarden reduzieren zu wollen. Begründet wird dies damit, dass man zu weit hinter dem Zeitplan zurückliege, um alle geplanten Projekte fertigstellen zu können. Nun werden die Gelder wohl erst einmal in den Ausbau der Autobahnen fließen, damit funktionierende Anbindungen von Flughäfen zu Hotels und Stadien während des Turniers gewährleistet sind.
Die Ukraine wirkt vor allem nach dem Regierungswechsel mit der Situation überforderter als vorher. Damit ist das Spiel der UEFA Euro League zwischen Borussia Dortmund und Karpaty Lemberg nicht nur von sportlicher Bedeutung. Es ist das erste UEFA-relevante Spiel im Land des Co-Gastgebers der EM 2012 seit Beginn der Turnierplanung. Daher wird Trainer Jürgen Klopp nach seinem Aufenthalt in Lemberg wohl ein gefragter Interviewpartner sein und den Medien aus erster Hand Informationen über Spielbedinungen, Unterbringung oder Infrastruktur geben können.
Die Probleme liegen allerdings nicht allein in der Infrastruktur, sondern auch fehlende Englischkenntnisse im öffentlichen Dienst, rassistische Hooligans oder korrupte Zollbeamten steuern ihren Teil zum Chaos bei. Und seit dem Regierungswechsel scheint sich in diesem Bereich auch wenig zu ändern. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden viele Mannschaften in polnischen oder gar deutschen Hotels untergebracht werden müssen, da momentan nur die Unterkünfte in Kiew den internationalen Standarts genügen. Trotz der Zusicherungen von UEFA Präsident Michel Platini über die Fortschritte in der Ukraine werden die Stimmen der Kritiker wieder lauter.