Theo Zwanziger gegen Spekulationen über EM-Gastgeber
12. Mai 2009 | Kategorie: News
- 12.05.2009
Kurz vor der entscheidenden Sitzung über die EM-Spielorte der Euro 2012 in Polen und der Ukraine hat sich DFB-Präsident Theo Zwanziger gegen erneute Spekulationen über Deutschland als möglichen Ersatzgastgeber ausgesprochen.
«Der DFB hat sich in dieser Frage immer klar und deutlich hinter die getroffene Entscheidung der UEFA gestellt. Für sonstige Spekulationen bleibt in dieser Sache also überhaupt kein Raum. Unser freundschaftliches Verhältnis zu Polen und der Ukraine muss auch beinhalten, dass wir uns respektvoll mit den Leistungen dieser Länder und Fußballverbände auseinandersetzen», sagte Theo Zwanziger der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Das Exekutivkomitee der UEFA wird über die EM-Spielorte des nächsten Kontinentalturniers entscheiden. An der Sitzung in Bukarest wird auch DFB-Präsident Theo Zwanziger erstmals in seiner neuen Funktion als Exekutivmitglied teilnehmen. Den Mitgliedern des höchsten UEFA-Gremiums wird ein Bericht über den Planungsstand in den osteuropäischen Ländern vorgelegt. Vorab wollte sich Theo Zwanziger daher nicht zu den Vorbereitungen äußern. «Exakt kann ich das nicht sagen, denn es wäre ein Stück weit ungerecht ein Urteil abzugeben, ohne die Fakten in Detail zu kennen», sagte der DFB-Chef.
Seit der überraschenden EM-Vergabe der Gastgeberrolle an die beiden Länder im April 2007 herrschen Zweifel, ob die Stadien und die Infrastruktur in Polen und vor allem der Ukraine EM-tauglich sein werden. Nach der scharfen Kritik von Michel Platini, UEFA-Präsident, war im vergangenen Sommer über eine mögliche Neuvergabe diskutiert worden.
Außerdem wurde Deutschland immer wieder als Ersatz-Gastgeber gehandelt. Anfang September hatte die UEFA-Exekutive Polen und der Ukraine unter Auflagen das Vertrauen ausgesprochen.
Beim derzeitigen Stand soll die EM in drei Jahren in den polnischen Städten Warschau, Danzig, Breslau und Posen sowie den ukrainischen Städten Kiew, Donezk, Lemberg und Dnepropetrowsk stattfinden. Die Städte werden derzeit noch auf der UEFA-Homepage als Spielstätten genannt.