Danzig|GdaÅ„sk – EM Stadt 2012 in Polen
Kategorie: EM-Städte
Auf dieser Seite findet Ihr Informationen zur Stadt Danzig, Stadioninformationen gibt es unter EM-Stadion in Danzig:
- Über Danzig

Staatswappen (© Wikimedia)
In Danzig leben rund 450.000 Einwohner. Danzig, bildet mit Gdynia (Gdingen) und Sopot (Zoppot) den Ballungsraum Dreistadt (polnisch Trójmiasto) und hat zusammen 1.150.000 Einwohner.
Danzig, befand sich mit seiner langen und stürmischen Geschichte über 150 Jahre lang unter der Herrschaft des Kreuzritterordens. Die Stadt, führte Ihre goldenen Jahre unter der Herrschaft polnischer Könige und war Monopolist im Holz- und Getreidehandel. Des Weiteren war Danzig wichtiges Mitglied der Hanse.
Danzig zieht jährlich durch seine Lage, Geschichte und einer Vielzahl von Baudenkmälern Tausende von Besuchern an. Danzig ist heute noch eine Hafenstadt und ehemalige Hansestadt von Polen. Danzig befindet sich westlich an der Weichselmündung, nahe der historischen Landschaft Pommerellen und ist Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern.
- Anreise und Verkehr
Von Danzig nach Berlin sind es 485 km, nach Warschau rund 350 km. Per Auto bieten sich von Deutschland aus mehrere Strecken an, wie z.B. die E 28, die über Szczecin und südlich der Ostsee weiter über Koszalin und Slupsk führt. Die Strecke westlich der Dreistadt ist autobahnähnlich ausgebaut.
Danzig verfügt über günstige inländisch- und ausländische Wasser-, Land- und Flugverbindungen. Am einfachsten ist aber die Anreise mit dem Flugzeug. Direktverbindungen gibt es von Frankfurt/Main und Hamburg. Anreisende von anderen Flughäfen müssen in Warszawa umsteigen. Vom Flughafen in Rebiechewo, westlich von Danzig besteht ein regelmäßiger Bustransfer ins Zentrum. Wer aber etwas mehr Zeit für die Anreise hat und außerdem dabei völlig entspannen möchte, für den bietet sich die Anreise über die Ostsee, mit einer Autofähre oder einem Kreuzfahrtschiff.
Mit der Bahn führt die Reise von Berlin aus über Szczecin oder über Poznan nach Danzig. Außerdem fährt regelmäßig ein direkter Nachtzug zwischen beiden Städten. Der Hauptbahnhof von Danzig ist in der Nähe der historischen Altstadt.
Die Altstadt ist am besten zu Fuß zu erschließen. Für weitere Wege gibt es ein gutes Straßennetzwerk an Straßenbahnen und Bussen. Der Preis für eine einfache Fahrt kostet im Bereich der Dreistadt 2,40 Zloty, ein Tagesticket 7,20 Zloty. Zwischen Danzig, Sopot und Gdynia verkehrt auch eine S-Bahn.
- Sehenswürdigkeiten
Eine von vielen Sehenswürdigkeiten in Danzig ist die Langgasse (auch Lange Gasse). Die Lange Gasse ist eine der Prachtstrassen in Danzig. Sie endet auf dem Langen Markt (Długi Targ) und verläuft im Zentrum der Rechtsstadt. Beide zusammen nennt man auch Königstrasse.

Die Langgasse (via Wikipedia)
Das Krantor (polnisch: Żuraw) in Danzig ist ein Stadttor mit einer Kranfunktion. Schon 1367, in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhundert, wurde ein Vorgängerbau errichtet, dass die Rechtstadt zum Fluss Mottlau abschloss. Seine nicht unbekannte Gestalt bekamm das Gebäude bei einem Umbau von 1442 bis 1444. In Innern des Krantor, sind zwei Paar Trommeln angebracht, die Lasten von bis zu vier Tonnen hoben. Der Durchmesser der Trommeln ist 6 m und 6,5 m. Die Hebevorrichtung wurde durch vier Arbeitern in Gang gesetzt. Durch eine Übersetzung konnten Waren in 11 m und sogar in 27 m Höhe gehoben werden. Die Höhe von 27 m war geeignet zum Einsetzen von Schiffsmasten. Die hölzerne Konstruktion des Krantors brannte im Jahre 1945 ab und die steinernen Elemente wurden beschädigt. Das Gebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg rekonstruiert und dient seitdem als Teil des Schifffahrtsmuseums.

Das Krantor, Fotograf Rafal Konkolewski, lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz Attribution ShareAlike 2.5.
Die katholische Marienkirche, die in Danzig steht und bis 1945 auch Oberpfarrkirche St. Marien hieß, ist die größte Backsteinkirche der Welt und eines der größten Gotteshäuser Europas. Die katholische Marienkirche ist 105,5 Meter lang, die Breite des Querschiffs beträgt 66 Meter, im Innen der Kirche ist Platz für bis zu 25.000 Menschen.
Katholische Marienkirche (via Wikipedia)
Das Grüne Tor (polnisch Brama Zielona) in Danzig, ist ein Stadttor zwischen dem Langen Markt (Długi Targ), dessen östlichen Abschluss es bildet. Von 1564 bis 1568 wurde es im prunkvollen flämischen Manierismus erbaut und ist der Nachfolgerbau des Koggentors aus dem 14. Jahrhundert. Hans Kramer aus Dresden entwickelte den Entwurf, die Bauarbeiten leitete der damals sehr berühmte Baumeister Regnier von Amsterdam aus. An der Frontseite des Grünen Tores wurden gleich vier Durchgänge eingebaut und der Aufbau des Gebäudes vermittelt eher den Eindruck, ein Schloss zu sein. Das Gebäude bekam den Namen „grünes Tor“, da seine Fassade Grün gestrichen war. Ursprünglich war es als Stadtresidenz für die polnischen Könige vorgesehen, jedoch war es nur Ludwika Maria Gonzaga, die sich vor ihrer Vermählung mit König Wladyslaw IV. Wasa im Grünen Tor aufhielt.

Das Grüne Tor (via Wikipedia)
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