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Aleksander Kwasniewski ist zurück
24.05.2007 11:32 Uhr
Am vergangenen Donnerstag trafen sich die Polit-Größen Aleksander Kwaśniewski und Lech Walesa in der Universität Warschau vor großem Publikum um ihren Unmut über die Politik der Kaczynski-Zwillinge zu äußern.
Kwaśniewski und Walesa beklagen vor allem die europafeindliche Politik der Zwillinge, die Polen von dem Rest der Europäischen Union isoliert, sowie die Missachtung demokratischer Grundsätze, die sich Polen in einem langen und anstrengenden Prozess seit dem Fall des kommunistischen Regimes erarbeitet hat.
An diesem Aufbau von demokratischen Grundsätzen sind sowohl Kwaśniewski als auch Walesa maßgeblich, wenn auch unterschiedlich, beteiligt gewesen.
Lech Walesa war in der Zeit zwischen 1980 und 1990 Anführer der
Gewerkschaft Solidarność, die in Polen freie Wahlen und das Recht zur Bildung von Gewerkschaften gegen das kommunistische Regime durchsetzte. Sein Engagement für ein freies und demokratisches Polen wurde mit vielen Ehrungen gewürdigt, darunter der Friedensnobelpreis im Jahre 1983.
Am 9. Dezember 1990 wurde Lech Walesa Polens Präsident und hielt das Amt fünf Jahre inne.
Abgelöst wurde Walesa durch den ehemaligen Kommunisten Aleksander Kwaśniewski, mit dem er schon zu frühen Zeiten der Solidarność am Verhandlungstisch saß und heftig diskutierte.
Polen verdankt der Politik Kwaśniewskis den Austritt aus der kommunistischen Isolation, unter anderem durch den Eintritt in die Europäische Union und in die Nato.
Nach jahrelangem Rückzug aus der Politik spekuliert er jetzt auf die Parlamentswahlen 2009, bei der alle vier Linksparteien als Bündnis Linke und Demokraten (LiD) zusammen kandidieren. Sollte es einen Wahlsieg geben, könnte sich Kwaśniewski vorstellen das Amt des Regierungschefs zu übernehmen.
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