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Busunglück erschüttert Polen und Deutschland
01.10.2010 11:01 Uhr
Die Rückreise aus Spanien ins polnische Zlocieniec in Westpommern endete am Sonntag, dem 26. September, für eine Reisegesellschaft in einer Tragödie. Am Schönefelder Kreuz im Süden Berlins verlor eine Autofahrerin auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kollidierte mit dem polnischen Reisebus. Dieser war mit einer Gruppe Mitarbeiter eines forstwirtschaftlichen Betriebes und deren Angehörigen voll besetzt. Nach der Kollision mit dem PKW geriet der Reisebus ins Schleudern und rammte einen Brückenpfeiler. Bei dem furchtbaren Unglück kamen 13 Menschen ums Leben, 38 Menschen wurden verletzt, 18 davon schwer. Die Fahrerin des PKWs überlebte den Unfall schwerst verletzt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich tief betroffen und sprach den Angehörigen der Opfer und dem gesamten polnischen Volk ihr Mitgefühl aus. Polens Ministerpräsident Donald Tusk reiste zum Unfallort. Gemeinsam mit Angela Merkel und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck stattete er den Verletzten einen Besuch ab. Am Montag nach dem Unfall kamen etwa 120 Angehörige aus Polen nach Brandenburg und Berlin, um den Unfallopfern beizustehen und von den Verstorbenen Abschied zu nehmen.
Die Untersuchungen zur Unfallermittlung wurden noch nicht abgeschlossen. Der zwölf Jahre alte Reisebus sei nur teilweise mit Sicherheitsgurten ausgestattet gewesen. Seit 2006 gilt in der EU eine Gurt- und Anschnallpflicht für neu zugelassene Reisebusse, eine Nachrüstung älterer Busmodelle ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben.
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