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CZESŁAW MIŁOSZ
23.04.2007 9:58 Uhr
Czesław Miłosz wurde am 30. Juni 1911 in Sztejenie (Litauen, damals noch Teil Russlands) geboren. Interessanterweise erlangte er durch seine außergewöhnlichen literarischen Werke Berühmtheit, obwohl Miłosz eigentlich Jura in Wilna studierte, wo er 1934 seinen Jura-Abschluss machte. Die Liebe zur Literatur entdeckte Miłosz allerdings schon frühzeitig während seines Studiums - so entstand 1933 sein erster Gedichtband "Poemat o czasie zastygłym". Nur ein Jahr später erhält Miłosz seine erste literarische Auszeichnung im zarten Alter von 22 Jahren.
Czesław Miłosz gelang es, sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen in der polnischen Schriftstellerszene zu machen und wuchs zu einem ihrer größten Talente heran. In der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg gehörte Miłosz wegen seiner herausragenden poetischen Werke zur Elite der polnischen Schriftsteller und gründete die Poeten-Gruppe "Zagary" in Wilna. Mit seinem unermüdlichen Engagement während des zweiten Weltkrieges, rettete er vielen Juden das Leben, indem er sie vor der sicheren Ermordung durch die deutschen Besatzer schützte. Für diesen Mut, unter Einsatz seines eigenen Lebens, wurde Czesław Miłosz die Auszeichnung "Gerechter unter den Völkern" zuteil, eine Auszeichnung die durch eine spezielle Kommission des obersten israelischen Gerichtshofes vergeben wird.
Nach dem zweiten Weltkrieg veröffentlichte Miłosz sein Buch "Verführtes Denken"(1953), welches aufgrund seiner Kritik am stalinistischen Regime zu einem Veröffentlichungsverbot in Polen führte.
Im eigenen Land unerwünscht, emigriert der Schriftsteller Czesław Miłosz Ende der fünfziger Jahre zuerst nach Frankreich und anschließend in die Vereinigten Staaten von Amerika, wechselt die Staatsbürgerschaft und erhält eine Professur an der Elite-Universität Berkeley in Kalifornien für slawische Literatur, die er bis zum Jahre 1978 innehielt.
Zwei Jahre später, im Jahre 1980, folgt der absolute Höhepunkt in der Karriere des polnischen Literaten – er erhält den Literaturnobelpreis.
1989 verlässt Czesław Miłosz die USA um nach Polen zurückzukehren, wo in der Zwischenzeit das Veröffentlichungsverbot seiner Werke aufgehoben wurde und zieht nach Krakau wo er die Ehrendoktorwürde der Jagiellonen-Universität Krakau erhält.
Am 14.August 2004 verstirbt Czesław Miłosz im Alter von 93 Jahren und hinterlässt eine Sammlung von großen literarischen Werken, darunter "Mein ABC" (1998) sowie "Das Land Ulro" (1977) und "Die Straßen von Wilna" (1997).
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