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Polen bittet Zentralbank um Hilfe
06.11.2009 10:16 Uhr
Der Zentralbank soll bei der geplanten Währungseinführung in Polen zukünftig eine stärkere Rolle zukommen. Das ist zumindest Wunsch der Regierung in Warschau. In Entsprechung hat das Kabinett jetzt einen Nationalen Euro-Koordinationsrat gegründet, dessen Besetzung überwiegend aus Vertretern der Zentralbank besteht. Ziel des Rates ist es, Polen nach den durch die Wirtschaftkrise ausgelösten Rückschlägen wieder auf Kurs zu bringen
Ursprüngliche Einführung bis 2012
Der ursprüngliche Kurs war im Frühjahr von Finanzminister Jacek Rostowski auf Eis gelegt worden. Der Plan sah vor, dass Polen bereits im Jahre 2012, parallel zur EURO 2012, den Euro einführen wollte. Doch mit den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise schien eine schnelle Einführung der europäischen Einheitswährung momentan zu risikoreich.
Nach der Absage entbrannten in Warschau allerdings heftige Diskussionen, wie man dennoch an einer schnellen Euro-Einführung festhalten könnte. Derzeit ist Polen, die am stärksten wachsende Volkswirtschaft in Europa. Und die Regierung strebt an, diesen Status mit der Währungsumstellung zu halten. Als einziger Flächenstaat der Union wird es auch in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum verzeichnen können. Aktuelle Prognosen der EU-Kommission liegen bei 1,2 Prozent Zunahme des Bruttoinlandsproduktes.
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