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Polen legt Widerspruch gegen deutsch-russische Ostsee-Pipeline ein
06.12.2010 13:37 Uhr
Am heutigen 6. Dezember trifft der polnische Premierminister Donald Tusk mit einer Delegation seiner Minister in Berlin ein, um den Widerspruch gegen eine Teilstrecke von 2,8 Seemeilen der geplanten Erdgas-Pipeline zwischen Russland und Deutschland zu verhandeln.
Noch gilt es 600 Kilometer der geplanten Pipeline zu verlegen. Als kritisch betrachtet man in Polen hierbei jenen Teil der Pipeline, der sich in einer Fahrrinne vor der deutsch-polnischen Grenze befindet. Nach Einschätzung polnischer Experten ist der Sicherheitsabstand zwischen Schiffen und Rohren bei starkem Seegang und voll beladenen Frachtern nicht zu gewährleisten. Es wird befürchtet, dass ein Leck in die Pipeline geschlagen werden und eine gefährliche Gaswolke austreten könnte. Tusk und seine Ratgeber fordern auf der betroffenen Strecke die Rohre in den Seegrund einzugraben und somit die Sicherheit zu erhöhen.
Der Widerspruch, der von der polnischen Hafenbehörde eingereicht wurde, hat beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie nach Einschätzung von Experten geringe Aussichten auf Erfolg. Ein Ausbaggern der Fahrrinne steht in möglichem Konflikt zu EU- Umweltschutznormen und Polen kann keine Planung für die Fahrrinne vorweisen.
Um diplomatische Missstimmungen in den aktuellen deutsch-polnischen Verhältnissen zu vermeiden, setzt man in Berlin wohl auf den Versuch, die Entscheidung über den Widerspruch in die Zukunft zu verlagern.
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