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Polen wegen Bruch von Naturschutzgesetzen verklagt
22.03.2007 11:38 Uhr
Brüssel - Der Umweltkommissar der europäischen Union, Stavros Dimas, hat am heutigen Mittwoch bekannt gegeben, dass er Polen beim Europäischen Gerichtshof wegen des Bruchs von Naturschutzgesetzten anklagen wird.
Dimas will so den Ausbau der Europastraße 67 durch die nordpolnische Region der Masuren, die Naturschutzgebiete enthält, verhindern.
Die Masuren liegen im Norden Polens und sind Teil der Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Bei dem bedrohten Naturschutzgebiet handelt es sich um das Rospuda Tal im nord-östlichen Teil Polens. Das Rospuda Tal ist eine Reihe von Moorfeldern die durch die Verbreiterung des Flusses Rospuda entstehen.
Die Moorfelder des Rospuda Tals formen eine unter Naturschutz stehende Landschaft, da sie unzählige seltene Tiere und Pflanzenarten beherbergen.
Viele der Pflanzen und Tiere stehen ebenfalls unter Natur-, beziehungsweise Artenschutz. Nennenswert sind die seltenen Vogelarten die im Rospuda Tal brüten. Darunter der Schreiadler, der Wespenbussard, das Auerhuhn sowie der Kranich und der Seeadler.
Um das Tal als Rückzugsgebiet dieser seltenen Tiere und Pflanzen zu erhalten, ist es neben Naturschutzgebiet auch Lärmschutzgebiet und Teil der Natura 2000, einem Naturschutzprojekt der EU.
Die geplante Autobahnerweiterung durch das wertvolle Naturschutzgebiet soll im Zuge der Erweiterung der Europastraße 67 geschehen. Die Straße trägt den Namen Via Baltica, da sie unter anderem Prag und Warschau, sowie Riga und Helsinki verbindet. Da sie die wichtigste Verbindung in Nordosteuropa ist, ist ihr Ausbau zur Autobahn seit längerem geplant.
Die Umweltkommission der EU kündigte an, einen sofortigen Baustopp erzwingen zu wollen um so mitunter das Naturschutzgebiet Rospuda-Tal zu retten.
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