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Polnische Hooligans sollen mit Fußfesseln kontrolliert werden
08.02.2011 13:21 Uhr
Einen traurigen Höhepunkt erlebte die Gewalt unter polnischen Hooligans am 17. Januar: In einer regelrechten Hatz wurde der 30-jährige Cracovia-Anhänger Tomasz Czlowiek gejagt und mit rund 60 Messerstichen getötet. Die polnischen Medien sprachen von einer „Hinrichtung“. Die Polizei befürchtet nun die Vergeltungsschläge gegen Fans des Erzrivalen Wisla.
Gewalttätige Ausschreitungen unter Fußballfans gehören seit Jahren zum traurigen Alltag in Polen. Die brutalen Schlachten unter Hooligans erreichten nun ein schier unerträgliches Maß. Auch in Anbetracht der anstehenden EM 2012 in Polen und um dem internationalen Ansehen des Landes nicht noch mehr zu schaden, will die Politik nun härtere Maßnahmen gegen gewalttätige Fußballanhänger durchsetzen.
Bisher war es Praxis für Personen mit Stadionverbot, dass sie sich an Spieltagen bei der Polizei zu melden hatten. Um sicher zu stellen, dass sich diese bereits auffällig gewordenen Straftäter wirklich vom Umfeld der Spiele fernhalten, sollen Sie während der EM 2012 elektronische Fußfesseln erhalten. Insgesamt 1850 Fans haben landesweit Stadionverbot.
„Mit den Fesseln können wir überprüfen, ob die betreffenden Fans wirklich zu Hause sind“, sagt Justizminister Krzysztof Kwiatkowski.
Die Absegnung dieses Gesetzentwurfs vor dem polnischen Parlament steht jedoch noch aus.
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