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Polnischer Priester erhält höchste Auszeichnung
19.10.2009 19:22 Uhr
Warschau – Anlässlich des 25. Jahrestages der Ermordung des polnischen Priesters Jerzy Popieluszko wird seiner Familie der „Weiße Adler“ Orden Überreicht.
Diese höchste Auszeichnung in Polen erhält der Priester 25 Jahre nach seiner Tötung durch den polnische Geheimdienst für seine Verdienste um die Menschenrechte während des kommunistischen Regimes.
Der Priester wurde am 19. Oktober 1984 von polnischen Geheimdienstagenten entführt und wenig später fand man seine Leiche in einem See.
Das kommunistische Regime ließ den Geistlichen töten weil Popieluszko sich in seinem Predigen unermüdlich für die Menschenrechte und damit gegen die Maßnahmen des Regimes stellte.
Als die Kommunisten die Gewerkschafterpartei „Solidarnosc“ verboten und Parteimitglieder verfolgten trat der Priester in die Opposition und hielt seine berühmten ‚Messen für das Vaterland’. Diese von ihm gehaltenen Messen unterstützten die Gewerkschafter und wurden zum Treffpunkt für diejenigen die dem kommunistischen Regime entgegenstanden.
Heute am 25. Jahrestag der Ermordung wird es in ganz Polen Gedenkfeiern und Messen zu seinen Ehren geben und Verleihung des höchsten Ordens an seine Angehörigen sei ein Zeichen für die Dankbarkeit und den Respekt den man in Polen für sein Lebenswerk empfindet, so ein Regierungssprecher.
Der Staatspräsident Polens Kaczynski machte sich mit Vertretern der Kirche für eine Seligsprechung des Geistlichen durch den Vatikan stark, die im Jahre 1997 eröffnet wurde.
Bis zum Ende des nächsten Jahres soll der Prozess der Seligsprechung von Popieluszko abgeschlossen sein.
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