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Premiere des Films "Strajk - Die Heldin von Danzig"

08.03.2007 17:10 Uhr

Heute startet der Film "Strajk - Die Heldin von Danzig" von dem Oskar- prämierten Regisseur Volker Schlöndorff in den deutschen Kinos.
Der Film erzählt die Geschichte der Stahlarbeiterin Agnieszka die durch die furchtlose Kritik an ihren Vorgesetzten einen Streik auslöst der Polen nachhaltig verändert.

Der Film ist eine Darstellung der Streiks auf der Danziger Leninwerft im Jahre 1980. Die Hauptfigur des damaligen Umbruchs ist die 1929 geborene Polin Anna Walentynowicz, die zu jener Zeit in der Danziger Leninwerft als Kranführerin arbeitete. Sie war es die nach jahrelanger vorbildlicher Mitarbeit bessere Arbeitsbedingungen für ihre Kollegen in der Werft forderte. Immer wieder forderte sie gleiche Löhne für Männer und Frauen, längere Pausen, da der Weg zur Kantine in der kurzen Zeit gar nicht möglich war und viele Dinge die heute durch die Gewerkschaft geregelt werden.

Da Walentynowicz für die Werksführung zunehmend unangenehmer wurde entschloss man sich sie wenige Monate vor ihrer Pension fristlos zu entlassen.

Ihre Entlassung war der ausschlaggebende Punkt der letztendlich zu den Streiks führte bei denen 16.000 Werftarbeiter ihre Arbeit niederlegten.
Dieser wegen Walentynowicz geführte Streik endete mit der Erlaubnis die erste unabhängige und freie Gewerkschaft im Ostblock gründen zu dürfen, die Solidarnosc (deutsch: Solidarität).

Im Laufe der kommenden Jahre wurde Anna Walentynowicz allerdings zunehmend unzufriedener mit der Solidarnosc und ihrem Anführer Lech Walesa bis es zum vollständigen Bruch mit der Gewerkschaft kam.
Das wird einer der Gründe sein weshalb Anna Walentynowicz mit der Verfilmung des Streiks und ihr in der Hauptrolle alles andere als zufrieden ist. So unzufrieden, dass sie darauf besteht vor jeder Filmvorführung deutlich zu machen, dass der Film gegen ihren Willen entstanden ist.

Generell stößt der Film in Polen, wo er schon angelaufen ist, bei breiten Teilen der Bevölkerung auf Unverständnis. Der Film stelle die realen Ereignisse verfälscht dar, so zum Beispiel Szenen in denen die Streikenden mit Alkohol dargestellt werden.

Trotz der heftigen Kritik wurde Katharina Thalbach für ihre Rolle im Film "Strajk - Die Heldin von Danzig" der heute in deutschen Kinos anläuft, mit dem Bayerischen Filmpreis 2007 geehrt.

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