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Radoslaw Sikorski tritt zurück

08.02.2007 9:28 Uhr

Warschau - Der Regierungssprecher Jan Dziedziczak gab am Abend bekannt, dass Verteidigungsminister Radoslaw Sikorski von seinem Amt zurücktreten wird.
Sikorski bekleidete das Amt seit dem Vorschlag des Ministerpräsidenten Kazimierz Marcinkiewicz am 31. Oktober 2005.

Die genauen Gründe für seinen Rücktritt sind bisher unbekannt, allerdings gibt es reichlich Spekulationen die im Zusammenhang mit Regierungschef Jaroslaw Kaczynski und Staatspräsident Lech Kaczynski stehen.

Es heißt das die Differenzen zwischen Radoslaw Sikorski und den Brüdern Jaroslaw und Lech Kaczynski sich derart zuspitzten, dass der Präsidentenpalast in Polen auf den Rücktritt drängte. Mehrfach äußerte Sikorski Kritik an der Politik der Zwillingsbrüder Jaroslaw und Lech. Diese kritisierten Sikorski ihrerseits bezüglich seiner Verhandlungen mit den USA über die Stationierung von US-Abwehrraketen in Polen. Damit verliert die USA einen wichtigen Vermittler in Europa was die Frage der Raketenabwehrsysteme angeht. Desweiteren ist seit längerer Zeit von Uneinigkeiten zwischen Sikorski und dem Stellvertreter für die Geheimdienste Antoni Macierewicz die Rede.

Die wirklichen Gründe werden in den kommenden Tagen von Sikorski persönlich bekanntgegeben.

Wer die Nachfolge Sikorskis antritt wurde noch nicht veröffentlicht, allerdings ist die Nachfolge durch Aleksander Szczyglo inoffiziell schon beschlossen.
Szczyglo fungierte bisher als Leiter der Staatspräsidentenkanzlei von Lech Kaczynski und gilt damit als Vertrauter der Kaczynski Brüder.

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