Sie sind hier: Startseite » Nachrichten »
Streit über Ostsee-Pipeline beendet
16.03.2010 12:24 Uhr
Der Streit um die Ostsee-Pipeline zwischen Deutschland und Polen ist beigelegt. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski zeigt sich zufrieden, über die positive Zusammenarbeit mit Deutschland. Sein Land sei über die deutsch-russische Investition nicht begeistert. Doch dank guter Beziehungen zwischen Polen und Deutschland sei es gelungen, polnische Interessen zu schützen, so Sikorski laut der Polnischen Presse-Agentur PAP.
Polen hatte zunächst Befürchtungen geäußert, dass die Pipeline vom russischen Wyborg bis Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern den Zugang größerer Schiffe zu den Häfen in Swinemünde und Stettin behindern könnte. Die nationalkonservative Opposition forderte daraufhin einen Baustopp. Bundesaußenminister Guido Westerwelle versicherte Sikorski, dass der Trassenverlauf nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie nun in größere Wassertiefen verlegt werden.
Sikorski betonte nach dem positiven Ausgang, die Zukunft gehöre der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, nicht der Politik, die auf die Angst vor Deutschland setze. In einer aktuellen Umfrage zeigte sich, dass die Angst der Polen gegenüber Deutschland zurückgeht. In einer am vergangenem Donnerstag veröffentlichten Umfrage gab nur jeder Siebte (14 Prozent) an, immer noch Angst vor Deutschland zu haben. Vor 20 Jahren hatten noch neun von zehn Polen (88 Prozent) den westlichen Nachbar gefürchtet. Mit der Angst vor den Nachbarn könne man in Polen nicht mehr punkten, freute sich Sikorski.
Weiterführende Anzeigen
