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Tusk schlägt Weltkriegsmuseum vor

13.12.2007 10:34 Uhr

Der neue Ministerpräsident Polens Donald Tusk hat die Entstehung eines europäischen Museums des Zweiten Weltkrieges vorgeschlagen.

Das Museumsprojekt über den Zweiten Weltkrieg soll unter anderem die Schicksale der Menschen während dieser Zeit in einem historischen Kontext zeigen. Auch die viel diskutierte Erinnerung an die Schicksale der Deutschen Vertriebenen soll hier einen Platz bekommen.

Der Vorschlag des Ministerpräsidenten Donald Tusk ist ein Versuch den andauernden Streit über den Bau eines Zentrums der Vertriebenen zu beenden.

Das geplante Dokumentationszentrum wurde im Koalitionsvertrag von 2005 zwischen der Union und der SPD festgelegt und soll ein „sichtbares Zeichen gegen Vertreibungen“ darstellen.

Ins Leben gerufen wurde dieser Plan von dem Bund der Vertriebenen (BdV) um an Vertreibung und Flucht während der Kriege des 20. Jahrhunderts zu erinnern.
Vor allem Kritiker aus Polen lehnten dieses Projekt gänzlich ab, da man befürchtet dass lediglich das Schicksal der Deutschen Vertriebenen aus Polen dargestellt würde und Polen als ‚Tätervolk’ zurückbliebe.

Dahingehend ist Tusks Vorschlag eine Annäherung mit dem Ziel ein multinationales Zeichen zu setzen an dem auch andere Nationen wie zum Beispiel Israel teilhaben sollen.

Das Museum soll laut Tusk in Danzig errichtet werden, ein Ort an dem sich «wie in einem Brennglas alle Schrecken des Zweiten Weltkriegs» konzentrieren und eine echte Annäherung der Völker möglich werde.

Ob das Großprojekt ‚Museum des Zweiten Weltkrieges’ verwirklicht werden kann hängt wegen dem Koalitionsvertrag und dem BdV in letzter Instanz von der Bundesregierung ab.

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