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US-Raketenschild: Polen und Tschechien sprechen Position ab
11.01.2008 12:21 Uhr
Polen und sein Nachbar Tschechien wollen in Zukunft ihre Gespräche mit den USA bezüglich der Errichtung eines US-Raketenschilds in ihren beiden Ländern absprechen.
Polens Ministerpräsident Donald Tusk gab nach dem gestrigen Gespräch mit seinem tschechischen Amtskollegen Mirek Topolanek bekannt: „Die nächsten Schritte und Vorgänge, wie auch künftige Gesprächstermine, werden abgesprochen“. Die Regierungschefs betonten außerdem, sie sähen keinen Grund, die Verhandlungen zu überstürzen, Qualität gehe vor Eile. Auch von der Tatsache, dass in den USA im November ein neuer Präsident gewählt werde, lasse man sich nicht unter Druck setzen. Warschau will vor Abschluss der Verhandlungen ausreichende Sicherheitsgarantien der USA und die Finanzierung des Projektes zugesichert bekommen.
Die USA planen in Mitteleuropa ein Raketenabwehrschild zu errichten. In Polen sollen dafür zehn Abwehrraketen und in Tschechien die Radarkomponente des Projekts stationiert werden. Russland wehrt sich gegen das Vorhaben und droht mir Gegenmaßnahmen.
Tusk gab an, dass er auch in Moskau für das Projekt werben wolle. Trotzdem sei der Anti-Raketenschirm ausschließliche Angelegenheit Polens, Tschechiens und der USA.
Innerhalb der tschechischen Bevölkerung wächst die Ablehnung des Projekts. Laut einer Umfrage im Dezember sprechen sich nur noch 23 Prozent der Tschechen für die Errichtung der Radarstation auf, 70 Prozent lehnen das Projekt ab.
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