Reisetipps


Camping an der polnischen Ostsee

Die Ostsee ist von jeher ein beliebtes Reiseziel von Campern. In der jüngsten Vergangenheit ist die polnische Küste dabei immer mehr in den Fokus gerückt. Die wunderschönen Küstenstädte, die herrlichen Sandstrände und das umfassende Wellnessangebot haben immer mehr Reisende dazu animiert, sich entlang der polnischen Ostseeküste auf Entdeckungsreise zu begeben.

Die Danziger Bucht, Kolberg und Wollin

Die Anreise zur Ostsee-Insel Wollin fällt relativ kurz aus: Unmittelbar hinter der deutsch-polnischen Grenze gelegen, sind es vor allem die schönen Strände, die Besucher so zu schätzen wissen. Mit Międzyzdroje, Wisełka und Międzywodzie warten beschauliche Urlaubsorte, die mit ihrem Charme zu verzaubern wissen. Eine Besonderheit ist der Ort Wapnica (Kalkofen) mit seinem türkisfarbenen See.

Wohl eines der schönsten Reiseziele im Norden von Polen ist ohne Zweifel die Danziger Bucht: Die Danziger Altstadt (Stare Miasto), Große Mühle (Wielki Młyn), Radaunekanal (Kanal Raduni) und Katharinenkirche (Kościół św. Katarzyny) sind imposante Zeugnisse einer bewegten Geschichte. Während Danzig vor allem aus kultureller Sicht besonders von Interesse ist, können Gdynia, Sopot und Hel als Badeorte angesteuert werden. Mit der Marienburg in der Umgebung von Danzig wartet auf geneigte Besucher die größte Ritterburg Europas.

Der Kurort Kolberg (Kolobrzeg) mit seinen feinen Sandstränden und seinen umfangreichen Wellnessangeboten erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit unter Campingurlaubern. Wer sich umgeben von einer herrlichen Naturlandschaft richtig verwöhnen lassen möchte, der wird in Kolberg mit Sicherheit fündig werden.

Camping an der polnischen Ostsee

Neben den klassischen Hotels ist Camping eine wirklich lohnende Alternative an der polnischen Ostsee. Das vielseitige Angebot mit Campingplätzen unterschiedlicher Kategorien entlang der gesamten Küste ermöglicht eine Erkundung der polnischen Ostseelandschaft. Viele Plätze haben eine wirklich ausgezeichnete Lage direkt am Meer oder mit einem direkten Strandzugang. Meist eingebettet in die herrliche Naturlandschaft, finden Camper sicherlich schnell einen passenden Standplatz.

Camping Nr. 24 in Międzyzdroje

In Międzyzdroje wartet mit Camping Nr. 24 ein gut ausgebauter Campingplatz auf seine Besucher. Eingerahmt von Laub- und Nadelbäumen gibt es insgesamt 300 Standplätze und der Zugang zum Meer ist nur wenige Meter entfernt. Ein Kinderspielplatz, ein kleiner Imbiss und gut ausgebaute Sanitäranlagen bereichern den Aufenthalt in Międzyzdroje. Camper haben eine hohe Meinung von Camping Nr. 24, denn sie vergeben bei den Bewertungen vier von fünf möglichen Sternen.

Camping Leśny in Łeba

Camping Leśny ist mit seinen 70 Standplätzen ein vergleichbar kleiner Campingplatz, trotzdem ist das schöne Wiesengelände recht weitläufig und sehr gepflegt. Die sehr familiäre Atmosphäre ist neben der ausgezeichnete Lage in der Nähe des Meeres sicherlich ein großer Pluspunkt. Ein kleiner Lebensmitteladen, ein Fahrradverleih und ein nahegelegener Golfplatz bereichern das ohnehin sehr umfangreiche Angebot von Camping Leśny in Łeba.

Camping Baltic in Kolberg (Kolobrzeg)

Einer der größeren Campingplätze an der polnischen Ostseeküste ist Camping Baltic in Kolberg. Die 220 Standplätze und 19 Mietunterkünfte sind nur rund 500 Meter vom Strand entfernt. Neben den kulturellen Höhepunkten in Kolberg lohnt sich eine Tour in die schöne Landschaft, die den Ort und den Campingplatz umgibt. Dank des hiesigen Fahrradverleihs ist dies problemlos möglich. Neben Familien erfreut sich Camping Baltic bei Jugendlichen einer großen Popularität. Der angegliederte Zeltplatz ist eigens der Jugend vorbehalten, damit Camper sich nicht gestört fühlen.

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Mit dem Wohnmobil durch Polen reisen

Polen ist ein tolles Ziel für eine Reise mit dem Wohnmobil. Die Einreise nach Polen gestaltet sich auf Grund der EU-zugehörigkeit von Deutschland und Polen sehr einfach. Die ehemaligen Grenzstationen können ohne Probleme passiert werden. Wer sich zu einer Wohnmobilreise durch Polen entschließt, sollte sich jedoch zuvor über die dort herrschenden Verkehrsregeln informieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, liegt die Promillegrenze in Polen bereits bei 0,2. Dies sollte unbedingt berücksichtigt werden, da sonst mit einer Strafe gerechnet werden muss. Darüber hinaus sollte an die Lichtpflicht gedacht werden. In Polen ist es Pflicht, den ganzen Tag über das Abblendlicht einzuschalten.

Das Mautsystem

Dem polnischen Mautsystem unterliegen Fahrzeuge, die ein Gewicht von über 3,5 Tonnen erreichen. Auch Fahrzeuge mit einem Anhänger, die dieses Gewicht überschreiten, sind mautpflichtig. Die Mautpflicht besteht auf vielen staatlichen Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen. Wer mit dem Wohnmobil durch Polen reisen möchte, muss sich eine viaBOX des Systems viaTOLL zulegen. Diese Boxen sind beispielsweise an Tankstellen im Grenzbereich erhältlich. Gegen eine Kaution von rund 120 Zloty (rund 28 Euro), ist das Ausleihen einer solchen Box nach einer Anmeldung möglich. Während der Fahrt durch das Land werden die Gebühren dann automatisch abgezogen. Die Abrechnung erfolgt nach der gefahrenen Kilometerzahl. Dieses System ist sehr praktisch, gilt aber nicht für private Autobahnabschnitte. Hier ist eine manuelle Mautzahlung notwendig. Es sollte jedoch beachtet werden, dass auch für private Autobahnabschnitte das Mitführen der Box Pflicht ist. Wer in Polen gegen die Mautpflicht verstößt, muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Alle Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen benötigen keine viaBOX. Die Zahlung der Mautgebühr erfolgt an den einzelnen Mautstationen.

Verpflegung und Internet während der Reise

Dadurch, dass es in Polen keinen Euro sondern Zloty gibt, sind die Preise meist recht günstig. Besonders in Restaurants bekommt man zu einem günstigen Preis eine umfangreiche und leckere Mahlzeit. Aber auch das Einkaufen in Supermärkten ist vergleichsweise günstig. Die Lebensmittel kosten nur rund zwei Drittel des Preises in Deutschland. Allerdings gibt es auch Lebensmittel, die in Polen deutlich teurer sind als in Deutschland. Hierzu zählen zum Beispiel Bier und Wein. Die Kosten für die Verpflegung während der Wohnmobilreise durch Polen bleiben demnach überschaubar. Mittels einer Prepaidkarte ist es dank der polnischen Währung auch möglich günstig an mobiles Internet zu gelangen. Der polnische Anbieter PLUS bietet das am besten ausgebaute Netz. Selbst an etwas abgelegenen Orten, hat man meist guten Empfang. Bereits für 5 Zloty erhält man eine Internet Sim-Karte inklusive 0,5 GB. Für weitere 100 Zloty erhält man weitere 35 GB.

Campingplätze, Stellplätze und Freistehen

Es gibt in Polen ein dichtes Netz von Campingplätzen. Diese sind jedoch meist mit dem deutschen Standard nicht vergleichbar. Die Plätze sind oft sehr einfach gehalten und liegen an der Straße. Offizielle Freistehplätze oder Wohnmobilstellplätze gibt es hier kaum. In einigen Regionen gibt es jedoch zahlreiche private Stellplätze, die sich über eine Suchmaschine leicht finden lassen. Obwohl das Freistehen in Polen offiziell verboten ist, wird es häufig praktiziert. Es gibt zum Beispiel wunderschöne Plätze zum Freistehen an Seen.

Das passende Wohnmobil

Über das Buchungsportal für Wohnmobile – Campanda kann ganz einfach ein Wohnmobil für die Polenreise gebucht werden. Auf der Website findet man verschiedene Angebote und kann das passende Auswählen. Danach wird das Wohnmobil gebucht und die Reise kann losgehen. Auch in Polen stehen verschiedene Wohnwägen zur Verfügung, die über Campada gebucht werden können.

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Rechte von Fluggästen von und nach Polen – was tun bei Verspätung und Ausfall?

Fliegen ist mitunter die schnellste und zudem eine sehr entspannte Art, um nach Polen zu reisen. Immer wieder kommt es jedoch auch bei Flügen zu Verspätungen oder gar zu Ausfällen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch zu Problemen bei der Planung und Organisation führen. Umso wichtiger ist es daher zu wissen, dass jeder Reisende in der EU gewisse Rechte hat. Vor allem wenn es zu Flugausfällen oder Verspätungen kommt, ist es wichtig, über diese Rechte informiert zu sein, um von eventuellen Entschädigungen profitieren zu können

Wann besteht ein Anspruch auf Entschädigung?

Dass ein Reisender Anspruch auf eine Entschädigung hat, dass wissen viele. Häufig nicht bekannt ist jedoch die Frage, ab wann ein Anspruch auf eine Entschädigung besteht. Hierzu hat der Europäische Gerichtshof EuGH im Jahr 2011 ein Gesetz verabschiedet. Demnach hat ein Reisender immer dann Anspruch auf eine Entschädigung, wenn es sich um eine Verspätung von mindestens zwei Stunden oder mehr handelt. Eine wichtige Neuerung dabei ist, dass nicht mehr die Zeit des Aufsetzens auf der Landebahn, sondern der Zeitpunkt der Türöffnung entscheidend ist. Hier hatten in der Vergangenheit einige Airlines versucht, die Kosten für die Entschädigung zu sparen.

Wie hoch ist der Anspruch auf Entschädigung?

Neben der Zeit der Verspätung ist auch die Höhe der Entschädigungen, die ein Passagier bei Verspätungen erhält, gesetzlich festgelegt. Wie viel Entschädigung der Reisende erhält, ist demnach abhängig von der Flugstreckte, die mit der Reise zurückgelegt wurde bzw. werden sollte:

  • Bei Strecken von bis zu 1500 Kilometern beträgt die Entschädigung 250 Euro.
  • Bei einer Strecke von 1500 bis 3500 Kilometern erhält der Reisende 400 Euro.
  • Bei größeren Entfernungen stünden dem Passagier 600 Euro zu. Bei Reisen nach Polen kann der Urlauber demnach in den meisten Fällen mit 250 Euro rechnen. Startet der Flug in Polen, hat der Fluggast bei Langstreckenflügen über 3500 km bei einem Ausfall oder einer Verspätung von über vier Stunden Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von 600 EUR.

Zusätzliche Fluggastrechte

Neben den oben genannten Entschädigungen haben Passagiere zudem eine Reihe weiterer Rechte. Dazu gehört zum Beispiel ein Recht auf Verpflegung. Ist ein Flug deutlich verspätet, dann muss die Airline für Essen und Trinken der Passagiere aufkommen und zwar auch dann, wenn die Airline keine direkte Schuld an der Verspätung trifft. Leistungen beinhalten zum Beispiel zwei kostenlose E-Mails, Faxe oder Telefonate sowie Mahlzeiten und Getränke. Kann ein Flug nicht mehr am selben Tag durchgeführt werden, dann muss die Airline auch für eine Unterkunft der Passagiere mit Vollpension im Hotel aufkommen, und zwar bis ein Flug verfügbar ist.

Voraussetzung für die Betreuungsleistungen sind sowohl die Verspätung als auch die Flugstrecke. Bei einer Strecke von 1500 Kilometern besteht ab einer Verspätung von zwei Stunden ein Anspruch. Bei einer Strecke ab 3500 Kilometer muss die Verspätung drei Stunden, bei einer Strecke von mehr als 3500 Kilometer vier Stunden betragen. Darüber hinaus haben Passagiere bei einer Verspätung von fünf Stunden oder länger die Möglichkeit, ihre Reise kostenlos zu stornieren. In diesem Fall besteht zudem ein Anspruch auf ein kostenloses Ticket zurück zum Ausgangsort der Reise.

Unabhängig von Flugstrecke und Verspätung kann der Reisende unter Umständen Schadensersatzansprüche geltend machen, wenn nachweisbar ist, dass dem Passagier durch die Verspätung ein Nachteil oder Schaden entstanden ist. Dieses Verfahren ist unabhängig von den oben genannten Entschädigungen und Zahlungen.

Wo bekommt der Reisende Hilfe beim Entschädigungsanspruch?

Inzwischen haben sich viele Portale entwickelt, wo ein Fluggast bei Verspätungen und Problemen mit der Airline Hilfe erhält. Zwei besonders bekannte und umfangreiche Portale bietet das Bundesamt für Luft- und Raumfahrt auf seiner Webseite sowie die Webseite www.flightright.de. Dort erhält der Reisende nicht nur viele nützliche Informationen, Gesetzestexte und Hinweise, sondern kann sich auch direkt über eventuelle Verspätungen beschweren und kostenlose Hilfe erhalten. In besonderen Fällen, vor allem wenn auch Schadensersatzforderungen im Spiel sind, macht es unter Umständen auch Sinn, die Rechtsschutzversicherung bzw. einen Anwalt in Anspruch zu nehmen.

Wann besteht kein Anspruch?

Die Fluggastverordnung sieht auch einige Ausnahmen für besondere Umstände vor. Diese liegen zum Beispiel unter anderem bei Streiks oder Vogelschlag vor, aber auch extreme Wetterbedingungen oder Sperrungen des Luftraums oder eines Flughafens aufgrund von Terrorgefahr zählen dazu. In diesen Fällen wird von höherer Gewalt gesprochen und die Airline muss nicht zahlen. Darüber hinaus greift die Fluggastverordnung nur für Flüge, die nicht länger als drei Jahre zurückliegen.

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